Die meisten Hundehalter kennen das: Man will das Beste für den Vierbeiner und stellt auf ein hochwertiges Naturfutter um. Doch was, wenn der Hund plötzlich Durchfall bekommt, sich kratzt oder mehr frisst als sonst? Keine Panik – das ist normal.
Bei den meisten Hunden klappt die Umstellung auf Urkost Menü völlig problemlos. Nur bei besonders sensiblen oder vorbelasteten Fellnasen tauchen manchmal Herausforderungen auf. Hier erfährst Du, worauf Du achten musst und wie Du Deinen Hund optimal begleitest.
1. Nahrungsumstellung Hund – Nachholbedarf erkennen
Am Anfang darf es mehr sein
Nach Jahren mit industriellem Futter haben viele Hunde einen enormen Nachholbedarf an Vital- und Mineralstoffen. Sie sind oft auch größere Mengen gewohnt, weil Trockenfutter im Magen stark aufquillt und den Magen dehnt.
So machst Du es richtig:
- Im ersten Monat kannst Du bis zu 50% mehr Urkost Menü füttern als errechnet
- Beobachte das Gewicht und die Figur Deines Hundes
- Nach ca. 4 Wochen langsam auf die individuell errechnete Menge zurückgehen
ACHTUNG: Ich empfehle, auf Dauer nicht zu überfüttern. Die errechnete Menge Urkost Menü deckt den Bedarf Deines Hundes optimal ab. Dauerhaftes Überfüttern belastet Gelenke und Organe.
2. Hund Durchfall nach Futterumstellung – das steckt dahinter
Eine Nahrungsumstellung beim Hund ist Arbeit für den Verdauungstrakt. Vor allem beim Wechsel von Trockenfutter auf feuchtes Urkost Menü muss sich die Darmflora erst anpassen.
Häufige Ursachen für Durchfall in der Umstellungsphase:
- Gestörte Darmflora durch jahrelange falsche Ernährung
- Chemiebelastung durch Medikamente, Spot-Ons oder häufige Wurmkuren
- Der Darm war an Stärke und Füllstoffe gewöhnt und muss sich regenerieren
Leichter Durchfall für 1-3 Tage ist meist unbedenklich. Wichtig: Dein Hund sollte trotzdem fit sein und trinken.
3. Anpassungsphase Futterumstellung – Erstverschlimmerung verstehen
Seltener, aber möglich: die sogenannte Erstverschlimmerung. Der Körper merkt: „Endlich kommen keine Giftstoffe mehr rein“ – und fängt an, Altlasten loszuwerden.
Das kann sich zeigen, während der Regulationsphase:
- Durchfall
- vermehrter Kotabsatz, weicher Kot
- Blähungen
- Erbrechen
- Juckreiz und vermehrtes Kratzen
- Verstärkter Haarausfall
- Sekret aus Augen oder Ohren
- Kurzzeitige Verstärkung alter Symptome
Ein Extremfall aus der Praxis: Ein Hund verlor erst fast alle Haare, bevor das Fell samtweich und glänzend nachwuchs. EIne andere Hündin hatte massive Ohrprobleme, mit meiner Begleitung hat sich die Thematik nach der Umstellungsphase aufgelöst.
Meine Empfehlung für die Umstellungsphase: Mische Urstaub Mineral und Moor Elixier unter das Futter. Moor Elixier kann aufgrund seiner natürlichen Eigenschaften zur normalen Funktion des Verdauungstrakts beitragen. Die enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente können eine ausgewogene Ernährung unterstützen. Viele Hundehalter setzen es in der Umstellungsphase ein, um die Kotkonsistenz zu unterstützen.
Je nach Vorbelastung dauert die Umstellungsphase 1 Tag bis mehrere Wochen. Bei extrem vorbelasteten Hunden hat meine Erfahrung gezeigt: 12 – 16 Wochen.
4. Futterumstellung Hund: Tierarzt – wann wirklich nötig?
Nicht gleich zum Tierarzt
Ich empfehle: Melde Dich im Zweifel zuerst bei mir, wenn die Symptome länger als 3 Tage anhalten. Ausnahme: akute Notfälle wie Apathie, Futterverweigerung + Erbrechen, Blut im Kot.
Wichtig für den Tierarztbesuch:
Informiere den Tierarzt unbedingt über die Nahrungsumstellung. Durch die Umstellungsphase können Blutwerte anfangs „entgleisen“. Die Gefahr: Der Tierarzt bewertet die Werte über und verschreibt unnötig Medikamente oder Spezialfutter.
Checkliste: So gelingt die Umstellung auf Urkost Menü
| Phase | Dauer | Worauf achten |
|---|---|---|
| Startphase | Woche 1-4 | Bis 50% mehr füttern erlaubt. Urstaub Mineral und Moor Elixier beigeben |
| Anpassung | Monat 2-3 | Menge langsam reduzieren. Kot, Fell, Energie beobachten |
| Stabilisierung | Ab Monat 3 | Errechnete Fütterungsmenge geben. Regulation meist abgeschlossen |
Fazit: Geduld zahlt sich aus
Eine Nahrungsumstellung beim Hund auf artgerechtes Urkost Menü ist die beste Entscheidung für seine Gesundheit. Leichter Durchfall, Juckreiz oder großer Appetit am Anfang sind kein Rückschritt – sondern oft der Start von Vitalität und Lebensfreude.